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Ein seltenes Bild: Derzeit erlebt der Ayers Rock eine richtige Touristenflut. Bild: Holger Link.

Achtung, fertig, Uluru: Endspurt auf den heiligen Berg

Per November 2019 ist Schluss mit dem Besteigen der heiligen Stätte der Aborigines. Doch bis dahin strömen nochmals Tausende Touristen auf den Uluru.

Bis zum Jahr 2017 kletterten täglich rund 140 Menschen auf den Uluru bzw. Ayers Rock. Seit klar ist, dass der heilige Felsen für solche Begehungen per Ende Oktober 2019 geschlossen wird, stieg die Zahl der Besucher auf 300 bis 500 Personen pro Tag. Laut der Parkverwaltung habe man im Jahr 2018 70‘000 Touristen mehr empfangen als im Jahr davor.

Der Uluru ist 348 Meter hoch und gehört zu den berühmtesten Wahrzeichen Australiens. Das Land ist im Besitz der Anangu-Aborigines, die schon lange ein Kletterverbot für ihren zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden heiligen Berg fordern. Im November 2017 wurde das geforderte Begehungsverbot per Ende Oktober 2019 von der Parkverwaltung bestätigt.

Bis dahin wird der Berg nochmals richtig gehend von Touristen überflutet: Bilder auf Twitter zeigen die vielen Menschen, die Schulter an Schulter auf den Uluru klettern. Der nahe gelegene Campingplatz soll aus allen Nähten platzen. Die Ureinwohner wie auch die Anwohner von Alice Springs beklagen sich vor allem über den vielen Müll, den die Touristen zurücklassen. Und da es auf dem Berg keine Toiletten gibt, stinke es auf dem Gipfel nach Urin und Fäkalien.

Aber den Anangu geht es nicht nur um die Hygiene, sondern auch um die Sicherheit der Touristen: Sie fühlen sich als Hüter der Region für die Besucher verantwortlich. Doch immer wieder kommt es bei der Begehung des Berges zu Unfällen und Abstürzen: So sollen in den letzten Jahren bereits 36 Menschen beim Aufstieg ihr Leben verloren haben.

(LVE)