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Wanderungen im Kanton Graubünden an den Bergsee Calvaresc im Calancatal sind in diesem Sommer beliebt. Bild: Schweiz Tourismus/Marcus Gyger

In der Schweiz ist das Wander-Fieber ausgebrochen

Die Buchungen für den Sommer laufen gut in der Schweiz. Vor allem Wanderferien sind gefragt.

Die Buchungszahlen für diesen Sommer sind sowohl in den Bergdestinationen wie in ländlichen Gebieten der Schweiz auf dem gleichen Niveau oder sogar höher als im letzten Jahr. Dies fand Schweiz Tourismus bei einer Umfrage heraus. Dabei sticht vor allem heraus, dass das Wandern vor allem bei jüngeren Leuten an Beliebtheit gewinnt. «Bei Schweizer Gästen boomt die Nachfrage nach Wanderangeboten nach wie vor. Gerade auch junge Leute sind in den letzten Jahren auf den Geschmack des Wanderns gekommen», sagt Simona Altwegg, Content- und Medien-Manager bei Zermatt Tourismus. Dies bestätigt auch Maria Inauen, Produktmanagerin für Appenzellerland Tourismus: «Wir haben das Gefühl, vor allem jüngere Personen unter 30 Jahren wandern vermehrt».

Ob das gestiegene Interesse für Wanderferien von den hitzigen Klimadiskussionen kommt oder der letztjährige Sommer das Reiseland Schweiz attraktiv machte und die Bergfrische eine Hitzeflucht bietet, weiss niemand so genau. Klar ist aber, dass Anbieter wie e-domizil, Eurotrek oder der Schweizerische Alpenclub (SAC) profitieren und ausgezeichnete Buchungsstände verzeichnen. E-Domizil kann sich sogar über einen Zuwachs von über 17 Prozent freuen.

Ebenfalls gestiegen ist die Nachfrage nach Mountainbike- und E-Bike-Touren sowie nach Trailrunning und für das Übernachten in aussergewöhnlichen Unterkünften wie etwa Biwaks oder Alphütten. Weiter im Trend sind Genuss- und Weinwanderungen. «Das Angebot von weintouristischen Wanderungen, das bei Tessinern selber grossen Anklang findet, wird immer mehr auch von auswärtigen Touristen nachgefragt», weiss Jutta Ulrich, Leiterin Kommunikation bei Ticino Turismo. Die Fakten zeigen, dass das Marketing von Schweiz Tourismus mit dem Slogan «Nature wants you back» Früchte trägt.

Doch einigen hoch gelegenen Regionen machte der Schnee auch einen Strich durch den Start in die Wandersaison. «Dieses Jahr blieb der Schnee im Frühling sehr hartnäckig sitzen. Dadurch konnten nicht alle Sommerwanderwege gleichzeitig geöffnet werden», so Monika König-Gottsponer, Leiterin Marketing & Kommunikation der Aletsch Arena. Trotzdem wird positiv in die vielversprechende Saison geschaut – der Sommer hat ja erst begonnen.

(NWI)