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Nach 2018 lädt Schweiz Tourismus auch in diesem Jahr zum «Switzerland Tourism Influencer Summit». Bild: ST

Das Gipfeltreffen der Influencer

Sie kommen aus Tschechien, Spanien, Korea, Russland oder Brasilien: total 30 Influencer weilen vom 15. bis 19. Juni in der Schweiz – beim zweiten «Switzerland Tourism Influencer Summit».

In der Tourismus- und Medienwelt scheiden sich die Geister über die Wichtigkeit von Influencern. Lösen sie mit ihren Posts und den zigtausend Followers gleich eine Buchungswelle aus? Oder stehen Influencer eher dafür, sich clever Gratis-Aufenthalte an den schönsten Orten der Welt zu ergattern?

Das Influencer-Management nimmt bei Schweiz Tourismus (ST) jedenfalls einen wichtigen Platz im Marketingmix ein. Zum zweiten Mal lädt ST deshalb zu einem Gipfeltreffen für Influencer aus der ganzen Welt. Zusammen mit Graubünden Ferien, der «Host City» Davos Klosters sowie den Partnern Swiss und Swiss Travel System (STS) werden vom 15. bis 19. Juni 30 Top-Influencer begrüsst – davon 18 aus Europa.

Der wichtigste Auslandsmarkt Deutschland ist mit drei Influencern vertreten. Weitere europäische Influencer stammen aus UK, Frankreich oder den Niederlanden, und zum ersten Mal nehmen Influencer aus Griechenland und Finnland am Summit teil. Die Fernmärkte sind mit Teilnehmenden aus Brasilien, Australien oder Japan vertreten.

Konzentrierte weltweite Beachtung

Der Influencer Summit von ST besteht aus zwei Teilen: Von Samstag bis Montag treffen sich alle Influencer im Hard Rock Hotel Davos zur Fachkonferenz, inklusive Erfahrungsaustausch, Workshops und Referaten. Hier steht die Weiterbildung im Vordergrund. Qualifizierte internationale Referenten vermitteln ihr Wissen und unterstützen die Influencer bei ihrer professionellen Weiterentwicklung. Zudem entdecken sie die Gastgeber-Region passend zu ihrer Spezialisierung, damit ihre jeweilige Communities auf ihren Plattformen Davos Klosters ebenfalls erleben können. So werden die Wanderer die Jöriseen erwandern und die Hotel-Gruppe entdeckt die Bandbreite Davoser Hotels vom Intercontinental bis zur Schatzalp. Die Kultur-Influencer besuchen nicht nur das Kirchner Museum, sondern auch einen Künstler in seinem Atelier, wo sie selber kreativ tätig sein werden. Die Kulinarik-Influencer besuchen Fleisch-, Käse- und Bierproduzenten der Region und backen ihre eigene Bündner Nusstorte. Das Detailprogramm zum Influencer Summit steht online zur Verfügung.

Im zweiten Teil reisen die Influencer am Dienstag und Mittwoch dann in die für die jeweiligen Themengebiete ausgewählten Destinationen (Engadin Scuol Zernez, Zürich, Basel, St.Gallen-Bodensee), wo sie Schweizer Inhalte für ihre eigenen Social-Media-Plattformen produzieren. Immer wird dabei der Hashtag #inLOVEwithSWITZERLAND eingesetzt, um auf Social Media für eine konzentrierte weltweite Beachtung der Inhalte aus der Schweiz zu sorgen.

Wandern:
Die USA, gemessen an den Hotellogiernächten der drittwichtigste Markt für die Schweiz, ist mit der Influencerin Emily Thomas in der Gruppe mit Wander-Influencern vertreten. Auch in China wächst das Interesse fürs Wandern. Die chinesische Influencerin Chatal Huang wird ihre rund 215'000 Follower mit ins Engadin nehmen, wo sie unter anderem den Aufstieg zum Munt la Schera im Schweizerischen Nationalpark miterleben können – zumindest virtuell über Chinas Twitter-Klon Weibo. China steht bezüglich Anzahl Hotellogiernächte in der Schweiz auf Platz vier.

Kunst und Architektur:
In der Gruppe «Art in Public Spaces» sind ausschliesslich europäische Influencer vertreten. Einer davon ist der Berliner Joerg Nicht. Die insgesamt sieben Influencer besuchen nach der Konferenz Basel und werden mit ihrer inspirierenden Bildsprache u.a. den Roche Tower und die Fondation Beyeler in Szene setzen.

Schweizer Hotellerie:
Zürich ist mit dem The Dolder Grand, dem Baur au Lac oder dem 25h Hotel die ideale Destination für die Influencer mit der Spezialisierung «Swiss Hotels in Style». Gäste aus den Golfstaaten geben durchschnittlich 420 Franken in ihren Schweiz-Ferien am Tag aus. Mit Wael Abu Alteen, einem Influencer aus Dubai, sind Fans aus dieser zahlungskräftigen Gästegruppe hautnah bei seinen Erlebnissen dabei. In der gleichen Teilnehmergruppe befindet sich auch die brasilianische Influencerin Fabiane Gama, deren Video der Villa Honegg viral ging und über 100 Millionen Klicks erhielt.

Schweizer Produkte und Produzenten:
Asiatische Influencer sind besonders in kulinarischen Belangen führend. Dieses Jahr werden die Influencer, unter anderem aus Japan, Indien, Korea und Südostasien, in die Herstellung der St. Galler Bratwurst eingeweiht, lernen das Käsen in der Alpschaukäserei Schwägalp und gönnen sich einen Schluck vom Appenzeller Alpenbitter. Wie die Schweizer Spezialitäten ankommen, lässt sich beispielsweise über die Japanerin Chika Yoshizaki mitverfolgen.

(TN)