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12'000 chinesische Touristen bereisen nächste Woche die Schweiz. Bild: Swiss-Image / Andy Mettler

Die Chinesen kommen: Riesige Reisegruppe besucht die Schweiz

Die 12'000 Chinesen benötigen 95 Reisecars – sie besuchen während sechs Tagen gestaffelt Zürich, Luzern und Basel. Luzern rechnet mit einer touristischen Wertschöpfung von rund vier Millionen Franken.

Wer nächste Woche in Zürich, Luzern oder Basel unterwegs ist, dürfte dabei vermehrt auf Chinesen stossen: Eine riesige chinesische Touristengruppe kommt in die Schweiz. Sie alle sind Mitarbeiter des Kosmetiklabels «Jeunesse Global» mit Sitz in Florida. Während sechs Tagen erkunden die Top-Verkäufer aus China dabei auf Einladung ihres Arbeitgebers die Schweiz.

Der logistische Aufwand ist mindestens so gross wie die Gruppe selber: Damit die Reise reibungslos abläuft, mussten einige Vorkehrungen getroffen werden: «Die Gruppe wird aufgeteilt, reist gestaffelt und macht in dieser Form in diverse Regionen der Schweiz Ausflüge», sagt Sibylle Gerardi, Mediensprecherin von Luzern Tourismus.

Inseli-Busparkplatz exklusiv für chinesische Reisegruppe reserviert

Auch die Unterbringung gestaltet sich nicht ganz so leicht: Übernachten werden die Chinesen deshalb in den beiden Städten Basel und Zürich. Rund 10 Hotels sind alleine in Basel involviert. Ansonsten sind in Basel aber keine weiteren Aktivitäten geplant. «Die Gäste besuchen mehrheitlich ikonische Orte der Schweiz, etwa den Rheinfall», sagt Christoph Bosshardt, Vizedirektor von Basel Tourismus. Jedoch fokussiere sich Basel auch mehr auf den Individualtourismus mit Fokus auf Kultur. «Die Hotels sind sicher nicht unglücklich über die Belegung», ist Bosshardt aber überzeugt.

Nach Luzern kommen die Besucher mit dem Bus. 95 Reisecars befinden sich im Einsatz. Wie Gerardi sagt, wurde ein komplexes Verkehrskonzept erarbeitet. Die Besucher werden auf dem Inseli in Luzern «abgeladen», wo sich ein Carparkplatz befindet. «Die anderen Busse wie Fernbusse werden an diesen Tagen nicht auf dem Inseli-Busparkplatz parkieren können, sondern werden auf andere Parkplätze verwiesen», so Gerardi.

Grosser Profiteur ist Luzern

Später wird die Reisegruppe mit Shuttle-Bussen zum nächsten Veranstaltungsort gefahren. Die Cars warten derweil bei der Messe Luzern. Mittels einer neuen App soll die Koordination vonstattengehen. Doch auch sonst bedeutet ein solcher Touristenstrom einiges an Aufwand. Es werden diverse Personen im Einsatz stehen, die sich etwa um die Besucherlenkung oder auch Sicherheit kümmern. Natürlich dürfen auch Guides nicht fehlen.

Geplant ist auch eine Schiffsfahrt auf dem Vierwaldstättersee. Mehrere Schiffe von drei Unternehmen werden im Einsatz sein. Während die einen die Stadt besichtigen, geniessen die anderen die Bootstour.  Am Abend findet dann während drei Tagen ein Galadinner in der Messe Luzern statt. Bei Luzern Tourismus hat man keine Angst vor Komplikationen - man sei sich Grossanlässe gewohnt.

Die Stadt Luzern  rechnet mit vier Millionen Franken touristischer Wertschöpfung, in Basel wird der Betrag etwas geringer ausfallen. Organisiert wird der Anlass von einem Reiseveranstalter in enger Absprache mit verschiedenen Behörden.

(nau/TN)