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Carmen Breuss (Direktorin der Österreich Werbung in der Schweiz) und Sportpsychologe Christian Uhl zelebrierten im Westhive das Erlebnis Berg. Bild: TN

Der Berg ruft – und ich bin hin und weg

Von Gregor Waser

Mit einer psychologischen Betrachtungsweise, was denn nun genau das Erlebnis Berg ausmacht, überraschte die Österreich Werbung an ihrem Medienevent.

Der jährliche Medienevent der Österreich Werbung in Zürich ist stets für eine Überraschung gut. So auch in diesem Jahr. Die ÖW-Crew präsentierte am Dienstagabend im Westhive einen Gastredner, der für erhellende Einblicke sorgte, was das Erlebnis Berg betrifft.

Es handelte sich um Christian Uhl, seines Zeichens Sportpsychologe. Der Vorarlberger betreut mit seinem «institute for extraordinary performance» Spitzensportler wie die ÖSV-Adler, die erfolgreichen österreichischen Skispringer, oder berät Firmen, wie diese an ihre Leistungsgrenze gelangen können. Oder er bringt es eben auf den Punkt, was ein Bergerlebnis alles bedeuten kann.

Uhl präsentierte am diesem Abend neun Thesen – vom Berg als vollendetes Existenzerlebnis, über den Berg als Kraftplatz und Rückzugsort, den Berg als autotelisches Erleben («Flow»), den Berg als Schule des Lebens bis zum Berg als urinstinktive Entrümpelung.

Was zunächst nach trockenen psychologischen Ausführungen tönte, war es nicht. Im Gegenteil: Uhl schilderte die Erlebnisse am Berg eindrücklich, machte verständlich wie das Höhensteigen Glücksgefühle freisetzen kann – und rückte dabei Tourismushochburgen und die übervölkerten Strände der Welt ganz weit weg. Das Motto des Abends «Der Berg ruft», hätte nicht besser umgesetzt werden können.

Regionale Speisen, Gästekarten – und der Berg

Das war ganz im Sinn von Carmen Breuss und ihrer Crew sowie den geladenen Tourismuspartnern von Achensee, Bregenzerwald, Kleinwalsertal, Lech-Zürs und St. Anton am Arlberg, die sich bei den anschliessenden Einzelgesprächen den Journalistenfragen annahmen.

Die Höhenwanderung der Österreich Werbung in der Schweiz dürfte jedenfalls weitergehen. Zwar fielen die Schweizer Übernachtungszahlen im Jahr 2018 ganz leicht unter die Marke von 5 Millionen (4'974'822, - 1,7%). Doch nach diesem Abend stand fest: Österreich wartet nach wie vor mit starken Trümpfen nicht nur für den Winter-, sondern auch für den Sommergast auf: etwa mit dem umfassenden Angebot an Wanderwegen, regionalen Speisen, Gästekarten, der grossen Gastfreundschaft – und dem Erlebnis Berg.