Destinationen

Bali Tourism Board.jpg
Begrüssten zahlreiche Reisebüro-Profis im Au Premier, von links: Herdy Sayoga (Badung Tourism Promotion Board), Jaya Ishwari (Badung Tourism Promotion Board), Rai Suryawijaya (Vorsitzender Badung Tourism Promotion Board) und Marcel Bachmann (Singapore Airlines). Bild: TN

Die Ferieninsel Bali setzt auf die Schweiz

Von Nadine Billeter

35 Reisebranchenprofis folgten am Dienstag der Einladung von Bali Tourismus und Singapore Airlines und informierten sich während des Frühstückevents.

«Für das Reisejahr 2019 erwarten wir etwa acht Millionen Besucher auf unserer wunderschönen Insel Bali. Und wir hoffen doch, dass die Hälfte davon aus der Schweiz kommt», eröffnete Rai Suryawijaya, Vorsitzender von Badung Tourism Promotion Board, augenzwinkernd das Breakfast Seminar am Zürcher Hauptbahnhof.

Das Fremdenverkehrsamt von Badung, Bali verkündete heute Morgen in welche Richtung der Tourismus auf Bali in diesem Jahr gehen soll und richtete einen Appell an die Reisebüro-Fachkräfte. Mit an Bord war ebenfalls Singapore Airlines als wichtiger Partner, der die Gelegenheit nutzte, um 35 Reisebranchenprofis die neuesten Produkte zu präsentieren. Nach einem leckeren Frühstück hatten die Reisebüro-Fachkräfte zudem die Möglichkeit, sich mit zehn weiteren Partnern des Fremdenverkehrsamts – darunter Hotelketten sowie lokale Touranbieter – auszutauschen.

Singapore Airlines' Neuheiten

Die A380-Flotte der Singapore Airlines besteht heute aus 19 Flugzeugen. Die ältesten Maschinen, die seit 2007 durch die Lüfte flogen, werden mittlerweile ersetzt. Seit August 2018 wird einer der neuen Flieger für die Strecke Singapur-Zürich eingesetzt.

Aufgrund von Rückmeldungen der Fluggäste nahm Singapore Airlines gleich noch einige Änderung am Innenleben des Flugzeuges vor. In der Business Class seien die hellbraunen Ledersitze viel zu breit, kam das Feedback von mehr als einem Fluggast. Singapore Airlines nahm dieses Anliegen ernst und verschmälerte die Sitze, indem sie mobile Arm- und Ellbogenstützen sowie mehr Ablageflächen einbaute. Auch in der Economy Class kamen neue Sitze zum Einsatz, die für eine «recht luftige Atmosphäre» sorgen. In der Premium Economy Class herrscht eine 2-4-2-Bestuhlung mit 44 Sitzen. Pro Reihe wurden jeweils zwei Sitze weniger eingebaut, dafür doppelte Armlehnen, um einen Streit um die Armlehne künftig zu vermeiden.

Um das Entertainment-Erlebnis an Bord noch komfortabler zu gestalten, hat die Airline eine App lanciert, mit der künftig ein persönliches Login errichtet werden kann, welches alle Einstellungen speichert. Die eingerichteten Einstellungen des Benutzers werden bei der nächsten Anmeldung automatisch abgerufen und der Film geht an der Stelle weiter, an der er unterbrochen worden ist.

«Singapur ist eine Stadt, die man nicht einfach auslassen sollte. Deshalb freuen wir uns, dass unser ‹Stopover Program Singapur› auch weiterhin bestehen bleibt», verkündete Marcel Bachmann, Senior Key Account Manager von Singapore Airlines. Nebst den bereits bestehenden Stopover-Angeboten mit inkludierten Attraktionen und Vergünstigungen gibt es nun ein Angebot, welches auch Ausflüge zu den Universal Studios beinhaltet.

Auch der moderne Flughafen von Singapur befindet sich im stetigen Wandel: In diesem Frühjahr soll ein einzigartiger Freizeitpark inmitten des Flughafengebäudes eröffnen. Marcel Bachmann bekräftigte heute den Zweck dieses Projektes: «Wir wollen den Transitpassagieren ein Angebot bieten, das sie nutzen können, um ihre zwei bis drei Stunden am Flughafen so erlebnisreich wie möglich zu verbringen.»

Der Tourismus auf Bali

Bali ist nach wie vor eine beliebte Feriendestination – vor allem bei den Europäern – und die beliebteste Insel Indonesiens. Damit sich die Insel auch künftig an ihrer Beliebtheit und internationalen Touristen erfreuen kann, arbeitet das Badung Tourism Promotion Board eng mit der Regierung zusammen, um stetig Optimierungen im Bereich Tourismus vornehmen zu können.

Ein wichtiger Schritt dabei war die Verbannung von Einwegplastik auf der Insel sowie Zugang zu WiFi in der gesamten Badung-Region. Zudem will das Tourism Promotion Board der Region Badung – die bekannteste der Insel Bali – den «Village Tourismus» bis Ende 2019 wieder aufleben lassen. Bisher sind fünf Dörfer Teil des Projektes, das es zum Ziel hat, den Touristen die Lebensweise und Traditionen der Einheimischen näherzubringen.

Die Schweiz ist ein wichtiger Markt mit hoher Kaufkraft für die Ferieninsel Bali, dennoch schafft sie es nicht unter die 20 besten Quellmärkte. Zwischen 2014 und 2017 stieg die Besucherzahl aus der Schweiz kontinuierlich, doch im vergangenen Jahr machte sich eine Stagnation bemerkbar. Daher richtete Rai Suryawijaya am heutigen Morgen seinen Appell an die Fachkräfte aus verschiedenen Schweizer Reisebüros. Zudem wurde die versammelte Mannschaft zum Fest des «silent day» eingeladen, das am 7. März 2019 stattfindet. Es ist der wichtigste hinduistische Feiertag in Bali. Es wird keine Elektrizität, Maschinengeräusche oder klappernde Tuktuks auf den Strassen geben und die Zeit wird genutzt, um zu beten, dankbar zu sein und seinen Geist sowie Körper zu erfrischen.