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Die Vertreter der Gastdestination San Diego und der Vorstand des Visit USA Committee Schweiz auf der Bühne (v.l.): Jordan Laughren (Evans Hotels), Stefanie Ahlers (Visit California), Matthew McLean (Destination Hotels), Tim Rongley (Flagship Cruises), Hampton Brown (San Diego Int. Airport), Andreas Heinzer (SWISS), Heinz Zimmermann (Visit USA Committee Schweiz), Tino Swoboda (Kuoni), Kenny Prevost (Hotelplan Suisse), Miriam Rickli (Moderatorin) und Reto Schneider (United). Bild: My-Photo/Myriam Brunner

Ein optisch neuer Groove für das Visit USA Seminar

Neuer Look, mehr Workshops, mehr Aussteller aber etwas weniger Besucher: Das Visit USA Seminar 2019 war eine gewohnt solide Ausbildungsplattform. Trotzdem will sich der neue Verantwortliche Heinz Zimmermann um neue Aussteller bemühen.

Am gestrigen 30. Januar 2019 ging mit dem Visit USA Seminar 2019 das erste «VUSA» der Ära «nach Werner Wiedmer» über die Bühne. Zwar liess es sich Wiedmer nicht nehmen, am Anlass vorbeizuschauen; auf der Bühne und im Verlauf des Anlasses wurde jedoch deutlich, dass dies nun die «Show» des neuen Präsidenten des Visit USA Committee Switzerland, Heinz Zimmermann, ist.

Der Einstieg in der Tag verlief auf altbekannte Weise: Nach dem Kaffee im Foyer des Mövenpick Hotel Zürich Regensdorf begrüsste Tagesmoderatorin Miriam Rickli die Teilnehmenden; nachdem Werner Wiedmer kurz öffentlich verdankt und verabschiedet wurde, durfte auch Heinz Zimmermann die Teilnehmer besuchen. Es folgte eine kurze Ansprache von US-Botschafter Edward McMullen, der trotz voller Agenda dem Event wiederum einen Besuch abstattete und nach seinem engagierten Plädoyer für USA-Reisen (insbesondere New York und South Carolina wurden von ihm erwähnt) sich auch Zeit für Gespräche mit diversen Ausstellern nahm.

Danach kamen aber die grossen Neuigkeiten dieses Jahres zum Tragen: Auffällig waren die neuen, «luftigeren» Stände, hinter welchen grosse, von innen beleuchtete Panels für einen modernen Look sorgten. Viele der früheren Säulen im USA-Flaggen-Look entfielen. «Wir wollten optisch einen neuen Groove schaffen», hielt Zimmermann dazu fest und erinnerte daran, dass auch schon die Einladungen und der ganze Schriftverkehr anders als in früheren Jahren daherkamen. Der Tenor bei Ausstellern und Besuchern war klar: Der neue VUSA-Look gefällt.

Ebenfalls neu war, dass nun 12 statt 6 Workshops angeboten wurden. Dies entsprach einem Ausstellerbedürfnis, da viele ihre Message in Vortragsform loswerden wollten und nicht mehr nur am Stand. Damit nicht mehr Besucher aus dem Messeteil entfernt wurden, musste es organisatorische Anpassungen geben: Die Workshop-Module wurden um 15 Minuten verlängert; die einzelnen Gruppen besuchten nun in einem Modul vier Workshops zu je 15 Minuten. Dies über den Tag verteilt drei Mal, insgesamt waren sie also drei Stunden in Workshop, sowie 2,5 Stunden im Messebereich. Damit alles zeitlich reinpasste, wurde die übliche Mittagsshow aufgegeben, dazu wurde in zwei Gruppen zu Mittag gegessen - in jener Zeit, wo die Hälfte der Teilnehmer ass, verfolgte die andere Hälfte die Präsentation der diesjährigen Gastdestination San Diego. Die Präsentation wurde also zwei Mal durchgeführt, beides um die Mittagszeit statt gleich morgens. Die südkalifornische Stadt, welche seit 2017 von Edelweiss Air nonstop mit Zürich verbunden ist, war mit einem grossen Aufgebot dabei und wusste mit den Präsentationen bei den Teilnehmern zu punkten.

Die grossen, neuen Panels kamen gut an - hier am Beispiel des Stands von St. Pete/Clearwater, betreut durch die seit Jahren stets anwesende Marion Wolf. Bild: JCR

Neue Aussteller sollen her

Die zahlenmässige Bilanz ist weiterhin gut: An insgesamt 35 Ständen waren 55 Firmen vertreten, das sind vier mehr als noch im Vorjahr. Auf Besucherseite dagegen gab es erneut einen leichten Rückgang: 343 Teilnehmende waren dabei, gegenüber 360 im Vorjahr. Wie üblich war der Anteil an jungen Branchenexponenten und Studenten relativ hoch, was laut Zimmermann auch gut ist: «Wir verstehen uns primär als Ausbildungsplattform.»

Die andauernde, vertiefte USA-Ausbildung ist weiterhin wichtig: Die USA sind weiterhin die klar wichtigste Fernreisedestination der Schweizer. Nach drei Jahren mit Rückgängen steigt inzwischen auch wieder die Nachfrage: Laut aktuellsten Zahlen , welche bis Mai 2018 vorliegen, lag die Schweiz zu jenem Zeitpunkt im letzten Jahr um 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Allerdings ist die Schweiz damit noch nicht in die Top-20 der wichtigsten US-Tourismus-Quellmärkte zurückgekehrt. Ausserdem ist nicht klar, inwiefern die Reisebranche an diesem Wachstum partizipiert oder ob dies auf vielen Selbstbuchern fusst. Die anwesenden Reiseveranstalter berichteten aber alle von stabilen oder leicht wachsenden Zahlen.

Zum Ende des intensiven Seminars gab es natürlich wieder Verlosungen mit attraktiven Reisepreisen und einen Apero, der in der Regel eine Art Aussteller-Apero ist, wo sich auch weitere Vertreter der ausstellenden Firmen einfinden. Alles in allem eine gelungene VUSA-Edition, auf welcher sich aufbauen lässt. Heinz Zimmermann sieht das auch so - und stellt auch gleich klar, was seine Ziele im kommenden Jahr sind: «Damit wir den Besuchern die Vielseitigkeit und alle Facetten der USA präsentieren können, benötigen wir noch neue ausländische Partner, welche ich an der ITB und am IPW aktiv angehen werde. Natürlich geht es aber nicht nur um Kundenakquisition, sondern auch um die Pflege bestehender Partner.»

(Weitere Bildimpressionen des Visit USA 2019 in unserer Bildgalerie - einfach aufs Hauptbild oben klicken und mit den Pfeiltasten navigieren)

Der Konferenzraum des Mövenpick Regensdorf war wieder gut ausgefüllt - trotz leichtem Besucherrückgang. Auf der Bühne verabschiedet Moderatorin Miriam Rickli gerade den scheidenden VUSA-Präsidenten Werner Wiedmer. Bild: JCR

(JCR)