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Werden die erhöhten Eintrittspreise in Zukunft für weniger Touristen in der Maya-Ruinenstadt Chichén Itzá sorgen? Bild: Filip Gielda

Ruinenstadt Chichén Itzá: Ärger über Preiserhöhung

Die Eintrittspreise für die weltbekannte Ruinenstadt Chichén Itzá in Mexiko wurden durch die Regierung über Nacht verdoppelt. Lokale Tourismusunternehmen reagieren mit einem Boykott und fordern, dass die Preiserhöhung rückgängig gemacht werden soll.

Die weltberühmte Maya-Ruinenstadt Chichén Itzá in Mexiko gehört zu den sieben Weltwundern und zieht täglich mehrere tausend Besucher an. Ende Dezember hat die Regierung der Halbinsel Yucatán bekannt gegeben, dass die Eintrittspreise für die archäologische Stätte um 110 Prozent erhöht werden. Statt 242 Pesos (12.50 Franken) kostet der Eintritt für Touristen aus dem Ausland ab Februar 480 Pesos (rund 25 Franken).

Dies vergärt nun die Mexican Association of Travel Agencies. Denn die Reisevermittler wurden über diese Preisänderung nicht frühzeitig informiert. Sie schlossen daher die Verträge mit ausländischen Reiseveranstaltern zu den Tarifen aus dem Jahr 2018 ab. Diese Verträge können aber nun nicht angepasst werden und die lokalen Agenturen bleiben auf den Kosten sitzen.

Der Präsident des Tourism Business Council Yucatan kündigte an, dass die lokalen Reiseveranstalter und -vermittler sowie die Transportunternehmen ihre Kunden in Zukunft anstelle von Chichén Itzá zu den archäologischen Stätten von Tulum bringen werden, wo der Eintritt nur 75 Pesos (3.90 Franken) kostet, falls die Regierung diese Preiserhöhung nicht rückgängig machen wird.

Der Boykott hat gestern begonnen und soll die Regierung dazu bringen, die Eintrittspreise für die Ruinenstätte Chichén Itzá mit den lokalen Tourismusunternehmen neu zu verhandeln.

Schweizer Reiseveranstalter sind von der überraschenden Preiserhöhung ebenso betroffen. Es gäbe bereits heftige Diskussionen vor Ort und daher könne sich die Situation jederzeit wieder ändern, heisst es beim Südamerika-Spezialisten Dorado Latin Tours auf Anfrage von travelnews.ch. Momentan könne man nur abwarten und versuche für die einzelnen Kunde eine Lösung zu finden.

(NAB)