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Kolumbien gewinnt in der Gunst immer mehr Reisender aus aller Welt. Bild: marcelot

Kolumbien verzeichnete 2018 einen Tourismus-Rekord

Touristen wagen sich endlich wieder ins südamerikanische Land und sorgten so für Rekordbesucherzahlen.

Kolumbien kämpfte lange Zeit mit Imageproblemen und galt besonders nach den stark mediatisierten Problemen mit lokalen Drogenkartellen bei vielen Touristen als unsicheres Land. Noch heute warnt das EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) vor einer hohen Gewaltbereitschaft und Kriminalitätsrate. Doch das gastfreundliche Land wird von den Touristen längst nicht mehr als derart unsicher wahrgenommen. Schweizer Reiseblogger bereisten Kolumbien im Jahr 2018 während mehreren Monaten und berichteten über ihre positiven Reiseerfahrungen, die netten Menschen dort und die vielfältigen, unglaublich schönen Landschaften. Auch bei uns kam Kolumbien zuletzt mehr zum Zug, etwa hier oder hier. Auch global erschien Kolumbien immer öfter mit positiven (Reise-)Schlagzeilen in den Medien.

Das hat gewirkt: Kolumbien kann auf ein erfolgreiches Jahr Tourismus-2018 zurückschauen. Dreieinhalb Millionen Touristen haben das südamerikanische Land im letzten Jahr besucht, was eine Zunahme der Besucherzahl von 9% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der stellvertretende Tourismusminister von Kolumbien, Juan Pablo Franky, bekräftigt in kolumbianischen Medien die Bedeutung dieses Meilensteins und weist darauf hin, dass die nationale Zunahme höher ist als die internationale Zunahme des Welttourismus, welche 5 Prozent betragen habe. Das ambitionierte Ziel von Juan Pablo Franky ist es, eine durchschnittliche Wachstumsrate von weiteren 12 Prozent in den kommenden vier Jahren zu erzielen und im Jahr 2019 das diesjährige Rekordresultat nochmals zu übertreffen.

Nicht nur der internationale Tourismus ist für das Land von grosser Bedeutung. Auch der lokale Tourismus sorgt für eine positive Bilanz und in diesem Jahr werden noch grössere Passagierströme an den Flughafenterminals sowie auf den Nationalstrassen erwartet, was Kolumbien vor infrastrukturelle Herausforderungen stellt.

(NAB)