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V.l.n.r.: Mark Schmidt (Weimar), Rainer Engelhardt (Klassik Stiftung Weimar), Gesine Borchert (Welterberegion Wartburg/Hainich), Marco Karthe (Stiftung Schloss Friedenstein Gotha), Olaf Wobith (Thüringer Tourismus), Bärbel Grönegres (Geschäftsführerin Thüringer Tourismus), Kristin Luther (Erfurt Tourismus&Marketing), Sabine Christophersen (Verein Städtetourismus in Thüringen), Barbara Ermrich (Thüringer Tourismus), Cindy Möstl (JenaKultur), Harald Henning (Leiter der Auslandsvertretung DZT)

Von Thüringen hinaus in die Welt

Deutsche Geschichte, Kultur und Kulinarik: Um diese drei Themen drehte sich der gut besuchte Abendanlass der Deutschen Zentrale Tourismus vom Mittwochabend im Zürcher Zunfthaus zur Schmiden.

Am Mittwoch (5. Dezember) lud die Deutsche Zentrale Tourismus (DZT) zu Kultur und Kulinarik ins Zürcher Zunfthaus zur Schmiden. Der Anlass: Dass sich im 2019 zum 100. Mal jährende Jubiläum des Weimarer Bauhauses. Gegründet vom Architekten Walter Gropius trugen die Schüler die Ideen, Denkweisen und Produkte der Bauhaus-Bewegung von Thüringen hinaus in die Welt.

Das Bauhaus selber musste im Jahr 1933 unter der Herrschaft der Nationalsozialisten schliessen. Umso erstaunlicher, dass nicht nur die Architektur verbreitet wurde – so gibt es mit der «White City» in Tel Aviv eine ganze Stadt im Bauhaus-Stil – auch Design-Klassiker wie beispielsweise die schwedische Küche oder die moderne Teekanne sind auch im Jahr 21. Jahrhundert nicht wegzudenken.

Die DZT scheute gemeinsam mit Thüringer Tourismus (TTG) keine Mühe, den zahlreich erschienenen Gästen die Ideen und Produkte der weltbekannten Architektur- und Designschule greif- und fassbar zu machen. So veranschaulichte die querschwingende Wiege des Bauhäuslers Peter Keler die Farben- und Geometrielehre der Bauhaus-Schule: Aus Kreis, Quadrat und Dreieck in den Farben gelb, rot und blau wurde das Stück gefertigt.

Die Wiege von Peter Keler repräsentiert die Formen und Farben der Bauhaus-Lehre.

Interessierte Gäste konnten sich bereits während des Apéros umfassend bei den anwesenden Partnern von Thüringer Tourismus, Weimar und die Klassik Stiftung Weimar, Erfurt und der Verein Thüringer Städte, Jena und die Welterberegion Wartburg/Hainich sowie die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, über die Neuigkeiten und geplante Events informieren.

Danach ging es von der Zunftstube hoch in den Zunftsaal: Nach der ersten Vorspeise gab Harald Henning, Leiter der Auslandsvertretung Schweiz, einen kurzen Überblick über die aktuellen Gästezahlen aus der Schweiz. Wie diese ausfallen und was Thüringen abgesehen vom Bauhaus sonst noch zu bieten hat, erzählt er im Video:

Für das grosse Jubiläumsjahr hat Thüringen so einiges geplant: Am 6. April 2019 eröffnet das neue Bauhaus-Museum in Weimar. Am 8. September 2019 folgt die Eröffnung des Museums in Dessau, wohin das Bauhaus aus politischen Gründen im Jahr 1925 umziehen musste, bevor es 1932 seinen letzten Umzug nach Berlin tätigte. Hier findet vom 17. bis 24. Januar 2019 das Eröffnungsfestival des Bauhaus-Jubiläumsjahr statt. Was Bauhaus-Fans auf keinen Fall verpassen sollten, erklärt Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin von Thüringer Tourismus, im Video:

In die Ära der Weimarer Republik und die aufregende Zeit am Bauhaus versetzten die Gäste zwischen den Gängen die beiden Schauspielerinnen Heike Meyer und Ute Wieckhorst. Sie verkörpern in ihrem neuen Theaterstück «Die Bauhaus-Frauen» die beiden berühmtesten Bauhaus-Frauen Benita Otte und Gunta Stölzl. Besonders die Weberei zog viele begabte Frauen an – Otte und Stölzl entwickelten sich zu den führenden Weberinnen der deutschen Moderne. Obschon die Bauhaus-Kultur den Frauen gegenüber offen war, mussten sie dennoch immer wieder um die Selbständigkeit als Frauen und Künstlerinnen ringen. Die beiden Schauspielerinnen führen das Stück gerne für interessierte Thüringen-Besucher im historischen Kostüm vor Ort auf.

Und auch die Studenten der noch heute existierenden Bauhaus-Universität in Weimar laden im 2019 die Besucher auf einen geführten Spaziergang durch die Stadt ein. Wer allen Spuren der Bauhaus-Ära durch Deutschland folgen möchte, für den gibt es im nächsten Jahr die «Grand Tour der Moderne»: An 100 Orte durch 100 Jahre Architekturgeschichte. Mit dabei ist das Haus Schulenburg im thüringischen Gera. Die von Henry van de Velde erbaute Villa ist eines seiner wichtigsten Gesamtkunstwerke. Auch das Haus am Horn in Weimar, dass als Prototyp des modernen Wohnen gebaut wurde, gibt es zu sehen.

Im Zunftsaal in Zürich gab es zum Ende des Abends für eine Person gleich zwei Desserts: Neben den «fliegenden Thüringer Brückentrüffel» durfte sich Ziyul Song von Eurasiatour.info auch noch über einen Gutschein für drei Nächte in Weimar samt Anreise freuen.

(LVE)