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In den ersten acht Monaten des Jahres kam es in Barcelona (im Hintergrund die Sagrada Familia) zu insgesamt 86'834 Diebstählen – ein Wachstum von 19% im Vergleich zum Vorjahr. Bild: Adobe Stock

Barcelona: «Wir können Euch nicht mehr beschützen»

In der spanischen Stadt stieg die Zahl der Diebstähle im Vergleich zum Vorjahr um 19%. Eine Protestgruppe sieht Handlungsbedarf und verteilt den Touristen Flyer und will so auf den Polizeimangel aufmerksam machen.

Barcelona hat bereits seit vielen Jahren mit dem Phänomen des Overtourism zu kämpfen und ist daran, diverse Massnahmen zu prüfen, wie man der Lage Herr werden soll. Denn wie jüngste Ereignisse zeigen, sind solch riesige Touristenmassen immer auch ein beliebtes Ziel für Verbrecher und Attentäter. Gemäss einem aktuellen Bericht des englischen Newsportals «Daily Mail» werden nun vor berühmten Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise der Sagrada Familia, Flyer an die Touristen verteilt mit der Hiobsbotschaft, die Polizei könne ihre Sicherheit nicht mehr gewährleisten.

Ein weiterer Flyer gibt Ratschläge, wie sich Touristen vor Dieben und Straftätern schützen können. Hinter der ganzen Aktion steckt die Protestgruppe «MosS.O.S», welche sich vehement für mehr Polizei-Offiziere in der Stadt einsetzt – geht es nach den Demonstranten, verfügt Barcelona über 2000 Mann zu wenig. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen verdeutlichen die Auswirkungen des derzeit herrschenden Personalmangels:

In den ersten acht Monaten des Jahres kam es in Barcelona zu 86‘834 Diebstählen – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alleine in der U-Bahn und in Geschäften kam es pro Tag zu durchschnittlich 360 Überfällen. Die Zahl der Vergehen mit Gewalteinwirkung stieg in den ersten acht Monaten auf 4396 Fälle. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag diese Zahl noch bei 3694 Fällen.

(TN)