Destinationen

Mallorca2.jpg
Vor Sant Llorenç im Osten Mallorcas musste die Polizei den Verkehr stoppen. Viele Strassen standen unter Wasser. Bild: twitter / svzonline

Mindestens fünf Tote nach schwerem Unwetter auf Mallorca

Betroffen ist vor allem der Osten der Ferieninsel: Strassen wurden hier in reissende Flüsse verwandelt – bis zu 20 Menschen werden noch vermisst.

Schon seit Montag ist Mallorca mit heftigen Niederschlägen konfrontiert, die am Dienstag in einem heftigen Unwetter gipfelten. Betroffen war vor allem der Osten der Ferieninsel, insbesondere die Gemeinde Sant Llorenç. Hier trat der Sturzbach ses Planes über die Ufer und verwandelte die Strassen in reissende Flüsse.

Die Wassermassen überfluteten Häuser und rissen Autos mit, bislang wurden fünf Todesopfer gezählt. Innerhalb von zwei Stunden fielen über 150 Liter Regen pro Quadratmeter. Einige Fahrzeuglenker wurden in ihren Autos eingeschlossen und mussten bis am Abend auf Rettung warten. Auch am Flughafen Palma de Mallorca kam es am Montag und Dienstag zu Verzögerungen, da die Abstände zwischen den Landungen und Starts aus Sicherheitsgründen vergrössert werden mussten.

Im Einsatz stehen neben Feuerwehr und Rettungsdienst alle verfügbaren Kräfte der Guardia Civil. Die Seenotrettung ist mit Helikoptern im Einsatz. Laut spanischen Medien werden noch bis zu 20 Menschen vermisst.

Die Lage in der Hauptstadt Palma ist laut Medienberichten überwiegend normal. Am Flughafen Palma de Mallorca kam es am Montag und Dienstag zu Verzögerungen. Aus Sicherheitsgründen musste der zeitliche Abstand zwischen den Landungen vergrössert werden. Ab Donnerstag dürfte sich die Wetterlage auf der Balearen-Insel wieder entspannen.

Schweizer Veranstalter haben zahlreiche Kunden auf Mallroca

Aktuell sind Herbstferien: Zahlreiche Schweizer halten sich derzeit auf Mallorca auf. Hotelplan Suisse hat nach Angaben von Mediensprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir 663 Kunden auf der Insel. Im Osten habe man aber keine Angebote. Alle Kunden seien wohlauf.

DER Touristik Suisse hat ebenfalls keine Gäste im betroffenen Gebiet. Auch TUI Suisse hat zwar Gäste auf Mallorca - aber nicht im Osten.

(LVE)