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Die Statue Garuda Wisnu Kencana ragt aus der Szenerie von Bali heraus. Bild: gwkbali.com

Der neue Stolz Indonesiens liegt in Bali

Vor wenigen Tagen wurde nach 28-jähriger Planungs- und Bauzeit die zweithöchste Statue der Welt auf Bali eingeweiht. Ein neues Monumentalwerk, das zahlreiche Touristen anziehen dürfte.

28 Jahre hat es von der Planung über den Bau bis hin zur feierlichen Eröffnung gedauert. Aber seit dem vergangenen Wochenende hat Bali eine neue Attraktion, welche überschwänglich als der «neue Stolz Indonesiens» angepriesen wird. Die Rede ist vom «Garuda Wisnu Kencana Monument», kurz «GWK», einem neuen Kulturpark, dessen Herzstück eine 121 Meter hohe Statue (mit Sockel gerechnet) ist, und damit auch klar grösser als beispielsweise die Freiheitsstatue in New York und nach dem Frühlingstempel-Buddha auf Hainan (China) die aktuell zweithöchste Statue der Welt. Das Monument liegt in Ungusan, im äussersten Süden Balis. 

Die Statue stellt einerseits die Gottheit Wisnu dar (75 Meter hoch) sowie den Vogel Garuda (das indonesische Emblem, dessen Flügelspannweite in der Statue 64 Meter beträgt) und ragt weit über alles andere in der Nähe hinaus, und ist beim Anflug auf den internationalen Flughafen Ngurah Rai von Denpasar gut sichtbar. Das ist kein Zufall: Die Statue ist ein nationales Symbol der Einheit und des Friedens und soll auch ein Willkommenszeichen für Besucher sein. Die Statuenkonstruktion selber ist aus Messing, Kupfer und Stahl und wiegt 4000 Tonnen. Zum 240 Hektar grossen Monuments-Grundstück gehören weiter auch Konferenzräumlichkeiten für über 7000 Personen, ein Wasserfall, Gärten, Performance-Räume, Showküchen, Shopping-Einrichtungen und ein Besucherzentrum.

Die Einrichtung des Monuments trug Baukosten von 450 Milliarden Rupiah (rund 30 Millionen Franken) nach sich. Nebst der symbolischen Strahlkraft des Monuments hoffen die balinesischen Behörden natürlich auch auf eine touristische Strahlkraft. Wobei an dieser Stelle gesagt werden muss, dass der Zugang zum Monument nicht gratis ist und die Behörden sicherlich ein Auge auf respektlose Touristen halten werden. Mehr Infos zum Monument gibt es übrigens unter diesem Link.

(JCR)