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So sollte es im Inneren eines Cruise Liners definitiv nicht aussehen: Viel Wasser in der Norwegian Breakaway. Bild: Youtube.

Norwegian Breakaway gerät mitten in «Bomben-Zyklon»

4000 Kreuzfahrt-Passagiere erlebten den Albtraum auf dem Atlantik, als ihr Cruise Liner auf dem Weg nach New York von meterhohen Sturmwellen und Hurrikan-artigen Winden durchgeschüttelt wurde.

Der «bomb cyclone» namens Grayson - ein extremes Sturmtief - brachte in der Nähe der US-Ostküste 4000 Passagiere auf der Norwegian Breakaway in eine sehr ungemütliche Lage.

Der Cruise Liner befand sich am Mittwoch nach einer viertägigen Kreuzfahrt auf dem Rückweg von den Bahamas nach New York, als er die volle Wucht des Wintersturms abbekam. Zunächst fing der Tag wie gewohnt an, die Passagiere unternahmen einen Landausflug. Um 11 Uhr morgens wurden alle umgehend zurück zum Schiff beordert, da sich das Wetter zunehmend verschlechterte. Schon die Rückfahrt auf dem Tender-Boot zur Breakaway beschrieb ein Passagier wie eine «Fahrt auf der Achterbahn». Danach verstärkte sich der Sturm rasch: Passagiere berichten von Hurrikan-artigen Winden und meterhohen Wellen.

Videos zeigen wie Wasser von der Decke in die Zimmer und Fahrstühle tropft, die Treppe hinunterfliesst und überall im Schiff Handtücher ausgelegt sind.

Augenzeugen berichten, dass viele Passagiere seekrank geworden seien und in Panik gerieten. Das Schiff wurde so stark durchgeschüttelt, dass Gläser aus den Regalen fielen und zu Bruch gingen. Viele Passagiere verliessen ihre Zimmer und suchten im Atrium der Norwegian Breakaway Schutz.

In den sozialen Netzwerken schreiben einige, sie seien regelrecht traumatisiert und hätten nicht gewusst, ob sie diese Nacht überhaupt überleben würden. Der Kapitän habe nicht umfassend informiert. Auf Twitter fallen die Kommentare dementsprechend harsch aus:

Am Freitag konnte das Schiff schliesslich in New York anlegen. Die Reederei entschuldigte sich in einem ersten Statement bei den Gästen, die wegen der verspäteten Ankunft der Breakaway und der anhaltenden Wetterlage ihre Reise erst am 6. statt wie geplant am 5. Januar antreten konnten.

Erst in einem zweiten Statement entschuldigte sich die Reederei auch bei den Passagieren, die während des Sturms an Bord waren: Der Sturm sei schlimmer gewesen als erwartet. Der Kapitän habe die Geschwindigkeit und die Route umgehend angepasst, um die Sicherheit von Passagieren und Crew zu gewährleisten.

Andere Cruise Liner waren zu diesem Zeitpunkt ebenfalls auf dieser Route unterwegs gewesen.

(LVE)