Cruise

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Immer wieder kündigen Reedereien ihre Neustarts an, doch meistens müssen die Daten erneut nach hinten verschoben werden. Bild: Ferran Feixas

Das ewige hin und her mit den Cruise-Restarts

Immer wieder aufs neue kündigen Reedereien ihre Neustarts an - um sie dann kurze Zeit später wieder zu verschieben. Wir haben die jüngsten Meldungen zusammengefasst.

Die Zukunft der Hochsee-Kreuzfahrten ist ungewiss und es ist schwer abzusehen, wann diese ihre geplanten Fahrten auch wirklich wieder durchführen können. Immer wieder machen Meldungen zu den Neustart-Verschiebungen unterschiedlicher Cruise-Companies die Runde. So sind auch jüngst wieder zahlreiche Planänderungen der Restarts bei uns eingetroffen. Eine Übersicht:

Costa Kreuzfahrten

Die italienische Reederei Costa Crociere hatte den Restart jüngst auf den 13. März 2021 mit dem neuen Flaggschiff, der Costa Smeralda, angesetzt. Nun teilt die Kreuzfahrtgesellschaft mit, dass der Neustart mit dem Schiff um zwei Wochen, also auf den 27. März, verschoben wird. Ein paar Tage später soll am 2. Mai auch die Costa Luminosa in See stechen. Die Costa Smeralda startet mit inner-italienischen Mini-Cruises, während für die Luminosa Sieben-Tages-Fahrten in das westliche Mittelmeer geplant sind. Ausserdem teilt die Reederei mit, dass alle anderen Kreuzfahrten, die ursprünglich bis Ende Mai geplant waren und nicht in dem heute aktualisierten Programm enthalten sind, abgesagt werden. Costa sei momentan dabei, Reisebüros und Kunden zu informieren, die von Änderungen betroffen sind.

AIDA

Ursprünglich plante AIDA Cruises nach mehreren Wochen Pause aufgrund des Lockdowns und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit in Deutschland, den Betrieb Ende Februar 2021 wieder aufzunehmen. Vor Kurzem teilt das Unternehmen jedoch mit, dass der Restart am 20. März mit der AIDA Perla auf den Kanaren erfolgen soll - die Verschiebung ist auf die Lockdown-Verlängerung in Deutschland zurückzuführen. «Daher können leider alle ursprünglich vom 6. bis einschliesslich 19. März 2021 geplanten Reisen nicht stattfinden. Wir danken allen betroffenen Gästen für ihr Verständnis», schreibt AIDA in einer Mitteilung.

Norwegian Cruise Line Holdings

Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises, welche allesamt unter dem Dach von Norwegian Cruise Line Holdings angesiedelt sind, werden die Kreuzfahrten bis Ende Mai aussetzen. Das Unternehmen arbeitet derzeit an seinem Plan zur Wiederaufnahme der Kreuzfahrten, um den Anforderungen des vom US-Centers for Disease Control and Prevention herausgegebenen Framework for Conditional Sailing Order zu erfüllen. Gäste, welche auf den stornierten Kreuzfahrten gebucht sind, werden gebeten, sich an den Reiseberater oder die jeweilige Reederei zu wenden.

Der Restart ist im amerikanischen Kreuzfahrtmarkt besonders harzig. Zu hoch sind die behördlichen Hürden. Bereits Anfang Januar gab Carnival Cruise Line bekannt, dass Cruises ab/bis US-Häfen bis mindestens 31. März abgesagt sind. Die Kreuzfahrten von Holland America Line sind vorerst bis Ende April 2021 pausiert. Princess Cruises wiederum kündigte an, bis zum 14. Mai 2021 keine Reisen durchzuführen.

Wer gerne Kanada auf dem Seeweg bereisen möchte, muss sich erst recht gedulden. Das Land hat nämlich angekündigt, dass es Kreuzfahrtschiffen mit mehr als 100 Passagieren, das einfahren auf kanadische Gewässer bis zum 28. Februar 2022 untersagt ist. Davon betroffen ist auch Alaska, die Great Lakes und die Arktis. Es wird wohl auch dadurch zu diversen Absagen kommen. Immerhin gibt es einen Hoffnungsschimmer: Verbessert sich die Situation merklich, kann die Regierung das Verbot anpassen.

(NWI)