Cruise

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Kreuzfahrten ohne Landgänge kommen bei Reisenden mässig gut an. Bild: Peter Hansen

Nur geringe Zustimmung für Cruises to nowhere

Kreuzfahrt ohne Landgang? Nein danke, sagen dazu rund 71 Prozent der Cruise-Fans.

Die Hochsee-Kreuzfahrten nehmen wieder an Fahrt auf - doch das Reise-Erlebnis auf dem Wasser ist nicht dasselbe wie noch vor der Krise. Die deutsche Reederei AIDA Cruises hat beispielsweise angekündigt, ab August wieder mit den Kreuzern auf den Weltmeeren unterwegs zu sein. Jedoch finden die ersten Cruises ohne Landgänge statt. Heisst, dass die gesamten Ferien auf dem Schiff verbracht werden. Dass diese neue Form, also sogenannte «Cruises to nowhere» durchaus denkbar sind, um das Geschäft wieder anzukurbeln, hat Kommunikations- und Kreuzfahrtexperte Thomas P. Illes bereits am Anfang der Krise im März prophezeit. Doch hat diese neue Reiseform tatsächlich Potenzial?

Laut einer Umfrage vom Kreuzfahrt-Blog hält sich die Euphorie für diese Ferien auf Hoher See in Grenzen. Die Frage lautete, ob man eine solche Reise ohne Landgänge buchen würde. 71 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden 502 Personen gaben an, dass sie eine solche Kreuzfahrt nicht unternehmen würden. Lediglich 29 Prozent könnte sich vorstellen, eine Cruise to nowhere in Angriff zu nehmen. Bei solchen Cruises wird damit geworben, dass mit dieser Form genügend Zeit bleibe, um die Schiffe ausgiebig zu erkunden. Eine Vielzahl der Gäste schätzt an dieser Reiseform jedoch, dass innert kurzer Zeit viele verschiedene Destinationen besucht werden.

Fakt ist, dass es die Reedereien mit dem Restart alles andere als einfach haben werden. Die zahlreichen Berichte über festsitzende Passagiere zu Beginn der Coronavirus-Pandemie dürften die Lust auf Kreuzfahrten – zumindest bei potenziellen Neukunden – gedämpft haben. Dennoch geben die Reedereien nicht auf und arbeiten mit Hochdruck an der Wiederaufnahme des Geschäfts. Ob dies mit den Kreuzfahrten ohne Landgänge tatsächlich gelingt, ist fraglich.

(NWI)