Cruise

Die «Viking Octantis» und die «Viking Polaris» werden ab 2022 Gäste zu den Polen oder auch zu den Grossen Seen in Nordamerika bringen. Bild: Viking Cruises

Bald kommt auch Viking Cruises mit einem Expeditions-Angebot

Die in Basel domizilierte Reederei lanciert «Viking Expeditions» und wird ab 2022 mit zwei Expeditions-Schiffen Kreuzfahrten zu abgelegenen Orten der Welt anbieten.

Am 15. Januar hat Viking Cruises, eine vom Norweger Torstein Hagen gegründete Reederei mit Sitz in Basel, die Lancierung von «Viking Expeditions» angekündigt und steigt damit, wie diverse andere Reedereien davor, nun ebenfalls ins boomende Expeditions-Kreuzfahrten-Geschäft ein. Die neue Marke wird ab Januar 2022 operativ sein und mit dem ersten Expeditionsschiff namens «Viking Octantis» Reisen in die Antarktis und zu den Grossen Seen in Nordamerika lancieren. Ein zweites Expeditionsschiff namens «Viking Polaris» wird dann im August 2022 das Angebot ergänzen und Reisen in die Arktis und Antarktis anbieten. Die Reisen sind bereits buchbar.

«Unsere Kunden wollen weiterhin gerne mit uns bestehende und bekannte Ziele ansteuern, wollen aber auch mal weiter und zu bislang unbekannten Zielen reisen», erklärt Torstein Hagen in einem Statement, «so haben wir nach der Gründung von Viking River Cruises 1997 und der Erweiterung des Portfolios mit Hochsee-Kreuzfahrten unter der Marke Viking Cruises nun auch Expeditions-Angebote ins Portfolio aufgenommen. Heute sind wir einfach nur noch ‹Viking› und bieten Kreuzfahrten auf über 20 Flüssen, auf fünf Ozeanen und in fünf Grossen Seen an, und besuchen 403 Häfen in 95 Ländern auf sämtlichen Kontinenten.»

Für die Entwicklung von Expeditions-Kreuzfahrten ist Viking eine Kooperation mit dem Scott Polar Research Institute an der Universität Cambridge eingegangen. Es wird eine Professur für Polarforschung geschaffen und Studenten können mit Viking auf Studienreisen gehen, und teilen im Gegenzug ihre Forschungen, Erkenntnisse und Expertise mit Viking-Kunden aus. Eine ähnliche Partnerschaft besteht mit dem The Cornell Lab of Ornithology sowie mit der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Als Taufpatinnen der neuen Polarschiffe wurden die norwegischen Extremsportlerinnen Liv Arnesen (für die Octantis) sowie Ann Bancroft (für die Polaris) ausgewählt, welche beide allein und auf Skiern zu den Polen gelangten.

Die beiden neuen Schiffe verfügen über Polarklasse 6 und werden Platz für 378 Gäste in 189 Kabinen in sechs Kategorien bieten. Sie sind aktuell bei der norwegischen Werft Vard (eine Fincantieri-Tochter) in Bau. Sie sind klein genug, um entfernte Regionen zu erreichen und auch in Flüssen (z.B. dem St. Lorenz-Seeweg) kreuzen zu können, und doch gross genug, um die teils extremen Seebedingungen in den Polarregionen problemlos zu meistern. In den Schiffen wird es spezielle Features geben wie «The Hangar», eine Art Marina-im-Schiff für die Lancierung kleiner Exkursions-Boote, «The Laboratory», ein Studienraum für akademische Forschung, bei welcher die Gäste teilnehmen können, sowie ein ganzes Arsenal an Ausflugs-Vehikeln, von herkömmlichen Zodiacs über Kayaks bis hin zu zwei U-Booten mit je Platz für sechs Personen. Dazu wird mit «The Aula & Finse Terrace» ein Panorama-Auditorium im Stile der Nobepreis-Zeremonienhalle aus Oslo geboten, welche 270-Grad-Blicke durch Boden-bis-Decke-Fenster auf die Landschaft bietet. Natürlich stehen auch ein Spa, ein Indoor/Outdoor-Pool sowie eine «Explorer's Lounge» wie auf den Hochsee-Schiffen zur Verfügung. Nicht zu vergessen: Die Schiffe respektieren die Umwelt-Auflagen von AECO, IAATO, des «Antarctic Treaty System» sowie der Regierung von Spitzbergen. Das Schiff verbraucht wenig Treibstoff und kann dank einem Positionierungssystem ohne Ankerung an bestimmten Positionen stationieren, wodurch der Schaden am Meeresboden reduziert wird.

(JCR)