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Mitten in Budapest stiessen am Donnerstag zwei Schiffe aufeinander: das Ausflugsschiff Hableány mit 35 Personen an Bord kenterte. Bild: marbus79

In Budapest kentert Touristenboot auf der Donau – zahlreiche Todesopfer

Am Donnerstagabend kollidierte auf der Donau ein Ausflugsschiff mit dem Flusskreuzfahrtschiff «Viking Sigyn» der Basler Reederei Viking River Cruises. Das Ausflugsschiff sank. Sieben koreanische Touristen sind ums Leben gekommen. 21 weitere Personen werden noch vermisst.

Parlamentsgebäude, Kettenbrücke, Burgpalast, Matthiaskirche: Der nächtliche Ausblick von der Donau auf das hell erleuchtete Budapest ist sehr beeindruckend. Während einer Sightseeing-Fahrt auf der Donau ist am Donnerstagabend ein Touristenboot gekentert. Dabei starben mindestens sieben Südkoreaner, mehr als zehn Menschen werden noch vermisst.

Das Ausflugsschiff «Hableany» hatte 35 Menschen an Bord und stiess auf der Höhe des Parlamentsgebäudes mit einem anderen Schiff zusammen. Anschliessend kenterte es und ging unter. Bei den 33 Passagieren an Bord des Schiffes handelte es sich um Touristen aus Südkorea. Ausserdem hielten sich zwei Besatzungsmitglieder auf dem Schiff auf. 15 Menschen überstanden das Unglück unbeschadet oder mit leichten Verletzungen.

Wie sich mittlerweile herausstellte: beim zweiten Schiff handelt es sich um das Flusskreuzfahrt-Schiff «Viking Sigyn» der Reederei Viking River Cruises, die ihren Sitz in Basel hat. Der 64-jährige ukrainische Kapitätn der Viking Sigyn wurde festgenommen.

Obwohl die vielen Rettungskräfte schnell an der Unglücksstelle waren, müssen viele Opfer beklagt werden. Grosse Scheinwerfer beleuchteten die Oberfläche der Donau in der Nähe der Margaretenbrücke während der ganzen Nacht. Die Suche nach den Vermissten wurde jedoch durch heftigen Regen und starke Strömungen erheblich erschwert. Die Wassertemperatur beträgt nur rund 10 Grad.

Die südkoreanische Regierung hat sich eingeschaltet und will die Suche nach den vermissten Passagieren unterstützen. Das Aussenministerium kündigte an, eine «schnelle Einsatzgruppe» mit 18 Beamten und Rettungskräften an den Unglücksort nach Budapest zu schicken.

Die Ursache des Zusammenstosses mit dem anderen, grösseren Schiff war zunächst unklar. Das 27 Meter lange, für 60 Passagiere ausgelegte Unglücksschiff Habléany gehört dem Budapester Schifffahrtsunternehmen Panorama Deck.

Die Donau fliesst mitten durch Budapest und trennt die beiden Stadthälften Buda und Pest voneinander. Ausflugsfahrten per Schiff sind bei Touristen sehr beliebt.

(Text wird laufend aktualisiert)

(nau/TN)