Business Travel

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Immer häufiger möchten Arbeitnehmer Berufliches mit Privatem verbinden und Ferientage oder ein Wochenende an die Geschäftsreise anhängen. Bild: Artem Zhukov

Sechs aktuelle Trends im Bereich Business Travel

Nach knapp zwei Jahren Online-Meetings, ziehen die Geschäftsreisen wieder an. Immer mehr Länder lockern die Einreisebedingungen und der Wunsch, Geschäftspartner wieder persönlich zu treffen, nimmt zu. Der Bereich Business Travel wurde aber aufgrund der Pandemie verändert. Die Ergo Reiseversicherung hat aktuelle Trends zusammengestellt.

Sicherheits-Upgrade: höhere Buchungsklassen
Das Bedürfnis nach Sicherheit ist gestiegen. Ausreichend Abstand zu anderen Passagieren zählt hier beispielsweise dazu. Viele Unternehmen erlauben in ihren Reiserichtlinien nun höhere Buchungsklassen, beispielsweise die Business Class im Flugzeug oder die erste Klasse im Zug. Ebenso werden verstärkt Direktverbindungen gebucht, um Umsteigen und damit weitere Kontakte zu vermeiden. Viele Arbeitgeber sind sich bewusst, dass sie aufgrund ihrer Fürsorgepflicht für das gesundheitliche Wohlergehen ihrer Mitarbeiter verantwortlich sind und einen ausreichenden Schutz gegen Krankheit und Unfälle auf Geschäftsreisen sicherstellen müssen.

Mehr Zug- und PKW-Nutzung für Geschäftsreisen
Der Wechsel beim bevorzugten Verkehrsmittel, der sich bereits bei privaten Reisen abzeichnet, zeigt sich analog beim Business Travel. In einer nicht repräsentativen Umfrage der Ergo Reiseversicherung auf Linkedin gaben 45 Prozent an, Dienstreisen innerhalb von Deutschland derzeit bevorzugt mit dem eigenen Auto durchzuführen - das Infektionsrisiko ist hier entsprechend am geringsten. Den zweiten Platz belegten Reisen mit der Bahn, für die sich 38 Prozent der Befragten entschieden. Nur 13 Prozent zogen Inlandsflüge vor, während 4 Prozent den Mietwagen wählten.

Bleisure: Business Trip mit privater Reise verbinden
Dieser Trend nahm seinen Anfang bereits vor der Pandemie. Wer beruflich an schönen Orten unterwegs ist, möchte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dort mehr als nur den Konferenzraum zu sehen. Auch die Kombination von Business Trips mit Remote Work kommt immer häufiger vor: Dabei wird die Reise teilweise für Termine mit Kunden oder Geschäftspartnern genutzt, teilweise wird aus dem Fern-Office vor Ort gearbeitet - Coworking-Spaces machen es möglich. Sie bieten Arbeitnehmern von jedem Ort der Welt optimale Arbeits-bedingungen.

Nachhaltigkeit im Fokus
Durch die Umweltdiskussionen in Politik und Gesellschaft rücken ökologische Aspekte auch bei Geschäftsreisen stärker in den Vordergrund. Viele grosse Konzerne haben sich bereits strenge Auflagen zum jährlichen CO2-Ausstoss für das Unternehmen auferlegt. Dieses Budget umfasst entsprechend auch die Business Trips für das gesamte Jahr. Daher werden beispielsweise vermehrt Bahnreisen gebucht oder Reisen so geplant, dass sich mehrere Termine miteinander verbinden lassen. Laut einer aktuellen Studie gaben 77 Prozent der Befragten an, Geschäftsreisen zukünftig verstärkt unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit planen zu wollen.

Dresscode wird casual
Auch die Optik der Geschäftsreisenden wandelt sich. Der Trend geht deutlich hin zu einem legereren Dresscode auf beruflichen Trips. Analog zur Arbeit im Büro, wird auch bei Kundenterminen immer weniger Wert auf eine strenge Kleiderordnung gelegt. Selbst in eher konservativen Umfeldern ist die Krawatte kein Muss mehr und der Anzug kann mit einem schicken Paar Sneakers kombiniert werden. Auch Jeans und Vollbart sind nur noch selten No-Gos.

WLAN an Board
Kein ganz neuer Trend, doch ständig im Wachstum begriffen: Internetnutzung während der Reise. Ende 2016 hatten noch 39 von der 57 grössten europäischen Fluggesellschaften kein Internet an Bord. Mittlerweile handelt es sich jetzt um einen Standard, den insbesondere Businessreisende erwarten. Die Airlines rüsten gegen den Wettbewerber Bahn auf, um das Argument der deutlich geringeren produktiv nutzbaren Arbeitszeit bei Kurzstreckenflügen zu entkräften.

(TN)