Business Travel

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Johannesburg ist bereit für Kongresse und Grossevents. Bild: NEPAD/Ibrahim Mayaki

MICE-Johannesburg mit Farben, Emotionen und Auszeichnungen

Von Daniel Tschudy

In den Segmenten Incentive-Reisen und Team-Events hat sich Südafrika längst als spannende Destination entwickelt. Aber die Regenbogennation will sich international auch im Kongress-Geschäft etablieren.

Abenteuer, Spass und Unterhaltung kann man in Südafrika überall erleben und sich dabei von der energetischen Gastfreundschaft umwerben lassen. Zum Angebot gehören beispielsweise Wandern und Mountainbiken in den Drakensberge in der Provinz KwaZulu-Natal an der Ostküste Südafrikas. Oder dann kann man mit seinen Angestellten einzelne Abschnitte der «Garden Route» befahren oder ein schönes Weingut in Stellenbosch besichtigen.

Kürzlich wurde dort beispielsweise das «Lanzerac Wine Estate», es zählt zu den ältesten in Südafrika, komplett renoviert und bietet traditionell-nostalgische Gästezimmer und beispielsweise «Wine & Chocolate Tasting» an. Und wer bei Afrika an die «Big Five» denkt, kommt im Krüger Nationalpark, nordwestlich von Johannesburg, auf seine Rechnung. Das Schutzgebiet wurde bereits 1898 gegründet und mit seinen 20‘000 km2 zu den grössten Nationalparks in Afrika. Im Krüger gibt es 13 Haupt-Camps sowie unzählige kleinere Lodges. Und dann noch 147 Säugetierarten, 114 Reptilienarten und über 500 Vogelarten. Ein wahres Paradies.

Tagungen und Konferenzen

Aber eben, Südafrika möchte auch mehr internationale Kongresse ins Land bringen und setzte dafür Ende Februar schon zum 14. Mal ihre zweitägige panafrikanische Business-Event-Messe «MeetingsAfrica» ein. Plattform war das Sandton Convention Center und speziell die Provinz Gauteng, also rund um Johannesburg, nützte diese Veranstaltung, um auf sich aufmerksam zu machen.

Eröffnet wurde die diesjährige «MeetingsAfrica» von der Stadträtin Leah Knott, die für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Johannesburg zuständig ist. «Wir sind begeistert, in enger Zusammenarbeit mit allen Industriepartnern der Region, diese Veranstaltung zu eröffnen. Ganz im Sinne von «Shared Economies» soll sie mithelfen, gemeinsames afrikanisches Wachstum auszulösen. Johannesburg ist der richtige Ort zum netzwerken, sich auszutauschen und Geschäfte auszulösen. Zusammen mit allen anderen afrikanischen Ländern und für unsere Besucher vor allem aus Europa». Sisa Ntshona, DER CEO von SA Tourism, ergänzt stolz, dass die diesjährige Veranstaltung alle Rekorde gebrochen habe. Fast 200 MICE-Einkäufer aus aller Welt und 55 Vertreter/innen von internationalen Verbänden reisten nach Sandton.

Arbeit und Vergnügen

Offensichtlich hat es sich aber herumgesprochen, dass die MICE-Branche in Johannesburg auf hoher Qualitätsstufe arbeitet. Ein Hinweis dazu kommt auch vom Ranking der International Congress & Convention Association (ICCA), auf welchem sich die Stadt weltweit auf den 113. Rang vorgearbeitet hat und hinter Kapstadt auf dem zweiten Platz auf dem Kontinent Afrika. Das ist im Bereich Meetings; aber auch im Leisure-Segment gibt es interessante Auszeichnungen. So hat das Magazin Forbes beispielsweise das hippe Vorzeigeviertel Maboneng in Johannesburg als einer der «coolsten Vororte der Welt» bezeichnet.

Stadträtin Knott und CEO Ntshona sind sich deshalb einig, dass man die Zahl der internationalen Besucher weiter erhöhen will, damit sie einen noch substantielleren Beitrag zu den wirtschaftlichen Wachstumszielen leisten kann: Johannesburg soll die erste afrikanische Destination für Geschäfts- und Ferienreisen sein. Und Leah Knott bringt es mit viel Selbstvertrauen auf den Punkt:

«Ein Johannesburg, das funktioniert, bedeutet ein Südliches Afrika, das funktioniert»

Das Logo der Veranstaltung «MeetingsAfrica».